Zu meiner Person

Mein Name ist Ashkira Darman und ich bin promovierte Historikerin und Geschichtslehrerin am Realgymnasium Rämibühl in Zürich.

Nach meinem Geschichtsstudium an der Universität Zürich hatte ich für sechs Jahre an derselben Hochschule eine Assistenz im Bereich Mediävistik inne  und promovierte zum Thema jüdische Geschichte im Kontext der Rechts- und Finanzgeschichte der spätmittelalterlichen Stadt im süddeutschen Raum. Stewren, raisen, wachen, schenken : Steuern und Rechte jüdischer Bürger im Vergleich mit christlichen rechtlichen Gruppen und im Rahmen des städtischen Finanzhaushaltes in Reichsstädten im Südwesten des Reiches (1350-1500)

Seit mehreren Jahren setze ich mich mit der Thematik der Wahrnehmung Schwarzer Menschen in der Schweiz und Europa vom Mittelalter bis heute auseinander. Dazu gehört auch das Forschungsprojekt an der ETH zur Bedeutung des «M****»-Begriffs sowie den Häusergeschichten mit den entsprechenden Häusernamen. Weiter stehen Themen wie Schweiz /Europa und Kolonialismus, postkoloniale Schweiz / postkoloniales Europa sowie Rassismus im Fokus meines Interessens. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Thematik des Umgangs mit Themen wie Kolonialismus/Imperialismus/Rassismus und deren Folgen bis heute im Geschichtsunterricht und allgemein im Bildungssystem.

Seit 2005 arbeite ich am Realgymnasium Rämibühl als Geschichtslehrerin. In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit dem Bereich Globalgeschichte und dem Ansatz der postcolonial studies und der Frage, wie entsprechende Forschungsergebnisse zeitnah in den Geschichtsunterricht integriert werden könnten, auseinandergesetzt. Daraus ist nun auch dieses Projekt der digitalen Plattform «geschichtsunterricht-postkolonial» entstanden.

«Zürcher ‹Mohren›-Fantasien: Eine bau- und begriffsgeschichtliche Auslegeordnung, ca. 1400–2022»

Bericht verfasst von Ashkira Darman und Bernhard C. Schär.

Das Präsidialdepartement der Stadt Zürich hatte dem Lehrstuhl «Geschichte der Modernen Welt» der ETH den Forschungsauftrag erteilt, die Geschichte des Begriffs im Zusammenhang mit den beiden Liegenschaften vertieft zu untersuchen. Am 28.3.23 wurde der Bericht im Rahmen einer Medienkonferenz veröffentlicht.

Den Bericht finden Sie auf der Webseite der Stadt Zürich, oder direkt  hier Bericht_ETHZ_Zuercher M-Fantasien-1. Dem Bericht vorgestellt ist eine Zusammenfassung.

Die Medienkonferenz zum Bericht hat am 28.3.23 im Stadthaus Zürich stattgefunden. Video

Auswahl an Medienbeiträgen:

Umstrittene Zürcher «Mohrenkopf»-Inschrift ist gar nicht mittelalterlich, Simone Meier, 28.3.23, watson-online. Link

Was es mit der Hausbezeichnung «Mohr» auf sich hat, Hélène Arnet, 28.3.23, tagesanzeiger-online Link

Der Heimatschutz muss seine Haltung überdenken, Hélène Arnet, 28.3.23, tagesanzeiger-online Link

Zürich und die Geschichte des M***-Begriffs, Rahel Marti, 28.3.23, Hochparterre Link

Interview mit Ashkira Darman als Wochengast am Sonntag im SRF Regionaljournal Schaffhausen Zürich vom 2.4.23 Link

Aktuelle Veranstaltungen

24. Oktober 2024: Podium zur Kolonialgeschichte im Landesmuseum. Organisiert vom HLS und dem Landesmuseum.

Podium Völkerkundemuseum 30.11.23, Foto Melissa Caflisch

Aktuelle Projekte

– Teilnahme Projekt «Stragegie Erinnerungskultur» der Stadt Zürich als Gast in Workshops im Mai und Oktober 2024.

-Mitarbeit Konzeptentwicklung und Lektorat Vermittlungsunterlagen für die Ausstellung «kolonial – Globale Verflechtungen der Schweiz«, 13.9.24 – 19.1.25 im Landesmuseum.

– Organisation Weiterbildung für Lehrpersonen mit dem Völkerkundemuseum im Zusammenhang mit der vergangenen Ausstellung der Kawesquar. ab 2023

– Mitglied im Beirat des Projekts «A Future for whose Past? The Heritage of Minorities, Fringe Groups and People without a Lobby” anlässlich des kommenden 50. Jubiläums des Europäischen Denkmalschutzjahres 1975. Professur für Konstruktionserbe und Denkmalpflege, ETH Zürich, 2023 – 2025.

Beiträge

Ursprünge liegen im Kolonialismus. Beitrag Ashkira Darman. Diskriminierung von Schwarzen. Der Rassismus, der aus den Schlagzeilen verschwand. SRF, 2.5.24 Link

Zum Thema Rassimus und Kolonialismus in der Schweiz auf der SRF-Seite zum Thema: Strukturelles Problem Rassismus in der Schweiz: Für Schwarze Menschen allgegenwärtig. 2023 Link

abgeschlossene Projekte

– Beratung und Mitarbeit im Projekt für Lehrmaterialien zum Wandbild im Bahnhof Wiedikon des Büros für Geschichte und Kulturvermittlung Häusler + Wiedmann. 2023 – 2024.

– Erklärvideo zum Thema «Rassismus im öffentlichen Raum» für die Ausstellung im Stadthaus Zürich «Blinde Flecken – Zürich und der Kolonialismus» 19.1. – 2.9.2023. Link zur Webseite der Ausstellung

– Teil der Begleitgruppe im städtischen Projekt «Schulmaterialien zur Ausstellung Zürich und der Kolonialismus», durchgeführt an der PH Zürich 2022-2023.

– Forschungsprojekt der Stadt Zürich an der ETH zum Thema «Häuserinschriften mit rassistischer Wirkung», 2022 – 2023.

– Digital Learning Hub Sek II unterstützt die technische Seite des Webseitenprojekts «geschichtsunterricht-postkolonial» für das Schuljahr 2021-2022.

– Mitarbeit am Siegerprojekt im Wettbewerb der Stadt Bern (2019) zum Wandbild im Schulhaus Wylergut. Link

– Texte zu zwei Stationen (Neumarkt 13 und 22) des Stadtrundgangs zh-kolonial. Es handelt sich um zwei Häuser mit dem Begriff M*** im Hausnamen sowie einem Hauswandbild an der Fassade des Neumarkt 22. Link

– Organisation eines Panels an den 5. Schweizerischen Geschichtstagen zum Thema «Postkoloniale Schweiz im gymnasialen Geschichtsunterricht» Juni 2019. Link zum Panelbericht von Infoclio 

vergangene Veranstaltungen

5. April 2024: Unterricht postkolonial. Eine Veranstaltung vom Kollektiv Kritische Lehrpersonen. Input Ashkira Darman, danach Diskussion. 19:30 im Feministischen Streikhaus Zürich.

27. Februar 2024: Kolonialrassistische Spuren im öffentlichen Raum. Die Frage nach der Rolle der Kunst im Umgang damit als Teil der aktuellen Erinnerungskulturdebatte.  Ringvorlesung: Die Künste rassismuskritisch – diskutieren, reflektieren und vermitteln an der ZHdK im FS 2024.

– 20. Dezember 2023: Gast im Seminar «Methoden und Konzepte der Contemporary History» von Prof. Dr. Monika Domann am Historischen Institut, Universität Zürich.

– 30. November 2023: Alter Name – neue Zeit: ein Museum zwischen Gestern und Morgen: Dr. Rohit Jain (Sozialanthropologe) im Gespräch mit Mandy Abou Shoak (Expertin Gewaltprävention, Zürcher Kantonsrätin SP), Dr. Ashkira Darman (Historikerin und Geschichtslehrerin) und Prof. Dr. Mareile Flitsch (Direktorin Völkerkunde?museum UZH), mit eingeladenen Gastkommentator:innen und dem Publikum. Völkerkundemuseum, 18:00 – 20:00. Link

– 25. Oktober 2023: Diskussion «Erinnerungskultur»: Wie steht es damit in Zürich und wie kann man sie verändern? Dr. Rachel Huber und Dr. Ashkira Darman, Moderation Eva Hug, Präsidentin des Women’s Chapters. UZH Alumni Women’s Chapter, Universität Zürich-Zentrum, Raum: KOL-G-212, 18:00. Link

– 21. November 2023: Input und Diskussion «Rassismus und postkolonialer Ansatz im Geschichtsunterricht». Kolloquium Geschichte/Geographie, PHZH.

– 27. September 2023: Leitung eines Workshops zum transversalen Thema BNE an der Tagung «Transversale Themen und Kompetenzen in der Weiterentwicklung des Gymnasiums» organisiert von ZEM CES. Link

– 16. September 2023: Podiusdiskussion «Usthi – bereit für die Zukunft?». Usthi-Fest, Kirchgemeindehaus Kreuzbühl, Maur. 17:00 – 18:00.

– 30. August 2023: Vortrag und Diskussion zum Thema «Häuserinschriften, der «M****»-Begriff und rassistische Kunst im öffentlichen Raum». Im Rahmen des Semesterprogramms «transcultural collaboration» an der ZHdK.

22. Juni 2023, 9:00 – 12:00: Präsentation Ergebnisse Forschungsbericht zum «M*****»-Begriff an der Konferenz der Dienststellenchefs der Stadt Zürich.

12. Juni 2023, 17:30 – 19:30: Podiumsdiskussion an der PHZH: Lehrer*innenbildung postkolonial: Ansätze und Positionen. Es diskutieren: Dr. Yalız Akbaba, Tilo Bur, Dr. Ashkira Darman, Sibylle Mathis. Moderation: Mandy Abou Shoak. Link

11. Mai 2023, 19:00: Podiumsdiskussion: Völkerkunde?museum – koloniales Erbe und Wege in die Zukunft. Moderation: Rahel Bains (Journalistin) Gäste: Dembah Fofanah (Co-Initiant Kollektiv Vo Da), Mandy Abou Shoak (Expertin Gewaltprävention, Zürcher Kantonsrätin SP), Dr. Ashkira Darman (Historikerin und Geschichtslehrerin) sowie Prof. Dr. Mareile Flitsch (Direktorin) und Dr. Alexis Malefakis (Kurator Afrika) Völkerkundemuseum UZH.; Ort: PEA, Pelikanstrasse 40, 8001 Zürich Link

9. Mai 2023: Podiumsdiskussion im Stadthaus: Antidiskriminierungsarbeit in Zeiten von Umbrüchen, Joelle Gbeassor, Georg Kreis, Ashkira Darman, organisiert vom Kuratorium der Ausstellung «Blinde Flecken – Zürich und der Kolonialismus». Link

5. Mai 2023, 12:15, Historisches Institut, Universität Zürich: Podiumsdiskussion  «Mohren»-Fantasien im Zürcher Stadtraum: Antirassismus, Baudenkmäler und die Rolle der Geschichtswissenschaft. Ashkira Darman, Bernhard C. Schär (SNSF Professor of Collaborative and Global History, UNIL), Martin Killias (Präsident Schweizer Heimatschutz), Roberto Zaugg (Prof. für Geschichte der Frühen Neuzeit, Uni ZH) Link

18. April 2023: Geschichte postkolonial: Der Blick aus und auf die Schule. Ringveranstaltung and der ZHdK: Die Künste rassismuskritisch diskutieren, reflektieren und vermitteln. Link

4. April 2023: Workshop an der FMS Basel für Geschichtslehrpersonen zum Thema antirassistischer Geschichtsunterricht.

30. März 2023: Weiterbildung für Gymnasiallehrpersonen: Die globale Schweiz und ihre kolonial-
imperialen Verstrickungen: Kontroversen, Erkenntnisse und historisches Lernen. Prof. em. Dr. Georg Kreis, Dr. Thomas Müller, Dr. Ashkira Darman

– Teilnahme auf dem Podium an der Vernissage des Buches «No to racism» von Rahel El-Maawi, Mani Owzar, Tilo Bur. November 2022

– Rassifizierende historische Spuren in Zürich und ihre postkolonialen Implikationen für die aktuelle Schweiz – Prof. Dr. Bernhard Schär, Dr. Ashkira Darman. Kick-off-Veranstaltung der öffentlichen Veranstaltungsreihe «Recht auf Wir. Wie geht das?» an der ZHDK im Rahmen eines Forschungsprojekts von Sophie Vögele Link, November 2022

– Weiterbildung zum Thema postkolonialer und antirassistischer Ansatz im Geschichtsunterricht für die kantonale Fachschaft Geschichte Luzern. November 2021.

Angebot: Weiterbildung zur Plattform «geschichtsunterricht-postkolonial»

Im Rahmen des Projekts «geschichtsunterricht-postkolonial» biete ich auch Weiterbildungen für Gymnasiallehrpersonen an:

– Einführung in die Plattform mit praktischen Beispielen (genauer Inhalt nach Absprache)

– Thema «postkolonialer Ansatz im Geschichtsunterricht»

– Thema «postkoloniale Schweiz im Geschichtsunterricht»